Schreiballtag

Autorenalltag und so…

Wie so viele meiner Kollegen (und *innen, aber das gleich vorneweg: das Gendern spare ich mir künftig! Es dürfte doch klar sein, dass wir alle gleichermaßen gemeint sind, oder nicht?) gehöre ich zu denen, die irgendwie „schon immer“ geschrieben haben. Oder um es genauer auszudrücken: ich habe mir schon immer Geschichten ausgedacht – ob in Schriftform, als Comic, als selbst aufgenommenes Hörspiel (damals im Kinderzimmer mit meinem ersten Kassettenrecorder) oder einfach in meiner Fantasie.

Es schwirrten auch immer viele Romanideen in meinem Kopf herum. Meist bewegten die sich aber im Fantasy-Genre. Erst dieses Jahr im Mai habe ich herausgefunden, was mir ganz besonders liegt. Und so bin ich nun also unter die Liebesromanautoren gegangen!

Autorenleben-Tamara-Leonhard-schreiben

Mit der Geschichte, an der ich zurzeit arbeite, habe ich Ende Mai begonnen und war sofort mit Herz und Seele mitten drin. Wenn ich einmal einen Tag nicht geschrieben habe, habe ich meine beiden Protagonisten regelrecht vermisst und war zumindest gedanklich mit ihnen unterwegs.

Da ich wochentags um acht Uhr auf der Arbeit sein muss, habe ich mir angewöhnt, um fünf Uhr aufzustehen, so dass ich jeden Morgen meine anderthalb Stunden zum Schreiben habe. Es ist erstaunlich: Noch nie fiel es mir so leicht, früh aufzustehen! Während der Sommermonate saß ich oft mit meinem Netbook auf der Veranda und lauschte während des Schreibens dem morgendlichen Konzert der Vögel. Herrlich!

Autorenleben-Tamara-Leonhard-kaffee

Der Sommer ging vorüber und am 1. September setzte ich das kleine, aber so bedeutungsschwere Wort ENDE unter mein letztes Kapitel. Der erste Entwurf war fertig. Oder doch nicht? Tagelang trieb mich das Ende um. Irgendetwas missfiel mir. Schließlich dann der Entschluss: DELETE! Ich habe die beiden letzten Kapitel nochmal komplett umgeschrieben und einen Epilog hinzugefügt. Und endlich fühlte es sich gut an (zumindest so gut, wie sich ein erster Entwurf eben anfühlen kann).

Nun geht es in die nächste Runde: überarbeiten, korrigieren, streichen, ergänzen, umschreiben und dann das Ganze nochmal von vorne. Und nochmal. Und nochmal!

Also sitze ich nun morgens um fünf nicht mehr vor meinem Netbook, sondern vor einem Stapel Blätter. Rund 300 Seiten. Es bleibt viel zu tun, aber auch diese Arbeit macht so viel Freude, dass sich die Schlummertaste meines Weckers furchtbar vernachlässigt fühlt!

Autorenleben-Tamara-Leonhard-lektorat

5 Kommentare zu „Autorenalltag und so…

  1. Wow! Respekt zu dieser Disziplin jeden Morgen so früh aufzustehen. Ich bin zwar auch relativ früh wach morgens, aber an Disziplin ist aktuell nicht zu denken. Kopf und Körper wollen das im Moment nicht. Kann mich nicht mal zu meiner morgendlichen Laufrunde aufraffen. Hoffe aber, dass die Disziplin nach dem Urlaub endlich wieder Einzug hält und ich auch endlich wieder voran komme.
    Frohes Schaffen!

  2. Liebe Tamara,

    man merkt, wie sehr dir das Buch am Herzen liegt. Puh, dafür jeden Tag so früh vor der Arbeit aufstehen? Das ist schon eine Leistung. Ich glaube nicht, dass ich die Diszilpin hätte. Ich muss aber immer schon um zwanzig nach fünf anfstehen. Zum Schreiben müsste ich dann ja mitten in der Nacht aufstehen. Undenkbar 🙂 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine

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